Peter, was war für dich ausschlaggebend dafür, zur Aeon Consulting Group zu wechseln?
Ich konnte in den letzten Jahren unter anderem durch meine Tätigkeit in einem internationalen Pipelineprojekt sehr umfassende Erfahrungen in allen Unternehmensbereichen sowie in der Projektleitung sammeln. Im Wechsel zu Aeon sehe ich die Möglichkeit, auch andere Projekte erleben und gestalten zu können und das stellt für mich auch einen wichtigen Schritt für meine persönliche Weiterentwicklung dar. Besonders interessant ist für mich dabei, dass ich meine fachliche Expertise und praktische Erfahrung im Bereich der Energiewirtschaft einbringen kann.
Somit freue ich mich bereits, meine Fähigkeiten bei den anstehenden Projekten einzusetzen.
Peter, was fasziniert dich an der Energiebranche?
Die Energiewirtschaft ist grundsätzlich ein hoch komplexes und interdisziplinär stark vernetztes Gebiet. Dies macht es meines Erachtens gerade zu einem der spannendsten Wirtschaftsbereiche. Ich bin sicher, dass diese Branche in Zukunft noch stark wachsen wird und ihre Bedeutung in Wirtschaft, Technik, Recht, Gesellschaft und Politik zunehmen wird.
Hinzu kommt, dass es kontinuierlich steigendes, allgemeines Interesse für Energiethemen in der Bevölkerung gibt. Dies führt dazu, dass eine Branche, die vor einigen Jahren noch als äußerst intransparent galt, heute sehr breit und intensiv diskutiert wird. In weiterer Folge führt dies zu neuen Herausforderungen für Politik und Gesellschaft, auf die man sich entsprechend einstellen muss.
Welche Fragen hinsichtlich Energiesektor beschäftigen dich zurzeit?
Als ein besonders wichtiges Thema erscheint mir die zukünftige Entwicklung der Energieerzeugung und des dafür verwendeten Energiemix. Dabei wird besonders interessant sein, welche wirtschaftlichen und sozialen Effekte die Kombination der derzeit viel diskutierten Themen – Energieeffizienz und -einsparung, Smart Metering/Smart Grids, E-Mobilität, Mikro-KWK-Anlagen etc. - haben werden.
Eine weitere wichtige Frage ist, wie man in Zukunft die notwendigen Energieinfrastrukturen realisieren kann: Einerseits ist die wirtschaftliche Grundlage derzeit vielfach nicht vorhanden. Andererseits gibt es oft auch gravierende soziale und politische Widerstände. Gerade hier besteht die Herausforderung darin, neue Methoden im Umfeldmanagement zu finden, um bei einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation auch zukünftig eine sichere Energieversorgung in Europa gewährleisten zu können.
Was sind aus deiner Sicht relevante Marktveränderungen, auf die sich die Branchenvertreter einstellen(müssen)?
In den regulierten Bereichen des Strom- und Gasbereichs steht derzeit natürlich in erster Linie die Umsetzung der Vorgaben aus dem 3. Binnenmarktpaket im Vordergrund. Einen besonders interessanten Aspekt wird hier auch die Integration und Erweiterung der notwendigen IT- Systeme darstellen.
Darüber hinaus ist es natürlich für die gesamte Branche sehr schwierig, langfristige Planungen durchzuführen, da es derzeit rasch und beinahe schon fortwährend zu geänderten politischen Vorgaben, rechtlichen Rahmenbedingungen oder Einbrüchen der Wirtschaft kommt. Dies erschwert insbesonders die notwendige langfristige Investitionssicherheit bei der Planung von Energieinfrastrukturen und führt schlussendlich dazu, dass derzeit kaum größere Projekte in Europa realisierbar sind.
Kurzprofil Peter J. Zehetner
Experte in der Industrial Management Unit, Masterstudien Informatik und Informatikmanagement, derzeit Masterstudium Europäische Energiewirtschaft; Berufserfahrung als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Lehre und Forschung an der Johannes Kepler Universität Linz, sowie Projektmanagement und -leitung eines internationalen Erdgaspipeline-Projekts (u.a.: Koordination, Organisation, Aufbau von Monitoring- und Controllingsystemen, Planung und Umsetzung des Umfeldmanagements, Erfahrung in Tarifierung, Leitungsvermarktung, Projektfinanzierung, Budgetierung, Bilanzierung, mit Förderungen der Europäischen Union, UVP-Verfahren, sowie der Planung und Begleitung der Sicherung von Wegerechten).



