Die kollegiale Beratung, oder Case Clinic, wie sie Otto Scharmer auch nennt, zielt darauf ab, einen Kollegen dabei zu unterstützen, eine wichtige und dringende Führungs-Herausforderung besser und effektiver zu bewältigen. Dabei begeben sich KollegInnen in die Helfer- oder Beraterrolle, ohne dass eine fachliche Kenntnis des Problems notwendig wäre. Das Setting kommt ohne externe Unterstützung aus und baut auf interne Ressourcen.
Diese Form des Erfahrungsaustauschs verbindet die individuelle mit der organisationalen Ebene und bietet als Kommunikationsstruktur auch eine Handlungsoption für oft gestellte Fragen (zitiert nach Lippman, Intervision 2009)
- Wie können Erfahrungen, die ein Individuum, eine Abteilung oder auch eine größere Organisationseinheit gesammelt hat, anderen im Unternehmen zur Verfügung gestellt werden?
- Wie kann eine Kultur entwickelt werden, in welcher sich der Austausch von Wissen als lohnender erweist als das Horten?
- Wo kann Wissen weitergegeben werden, das in keinem Organisationshandbuch, in keiner Datenbank zu finden ist?
Der Einsatz von kollegialen Beratungsgruppen im Laufe von Entwicklungsprozessen hat uns gezeigt, dass das Instrument Intervision auf individueller Ebene den Informationsaustausch, die Problemlösungsfertigkeit aber auch die Vernetzung innerhalb eines Unternehmens fördert und die Arbeitsqualität (bei relativ geringen Kosten) steigert.
Themenspektrum:
- Gruppenstrukturen und Prozesse
- Modelle und Methoden zur kollegialen Fallberatung
- Moderations- und Kommunikationsgrundlagen für Intervisionsgruppen
- Auswertung und Abschluss in Intervisionsgruppen
- Ergebnissicherung
- Professionelle Gestaltung der Arbeit von Intervisionsgruppen (Hilfsmittel)
Zielgruppe:
Führungskräfte, ProjektmanagerInnen, ExpertInnen
Umfang:
2,5 plus 2,5 Tage



